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ADµP Entwicklernetzwerk
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(SMF) Pflichtenheft Simplorer-Modellbibliothek freie Version
Gliederung:
(1) Zusammenfassung   (2) Zielsetzung   (3) Technische Spezifikation   (4) Entwicklungsablauf   (5) Kooperationspartner   (6) Potentielle Anwender   (7) Nutzungsrechte   (8) eMail-Formblätter  
top     (1) Zusammenfassung
Das ADµP™-Entwicklernetzwerk entwickelt und pflegt eine Simplorer-Modellbibliothek. Sie enthält Signalanalysebausteine auf Basis des Verfahrens der Tandemmessung. Die Modellbibliothek mit Mess- und Filterfunktionen kann für technische Entwürfe ab Simplorer Basisversion 5.0 verwendet werden. Sie wird als freie Version, d.h. ohne Lizenzgebühren, vertrieben. Dem Anwender stehen aus dieser Bibliothek Simplorer-Blöcke für Anwendungen in Signalflussgraphen zur Verfügung. Die Tandemmessung ist ein Verfahren, dass die verzögerungsfreie Messung der Periodendauer der dominanten Schwingung eines Signals ermöglicht. Es eignet sich auch als verzögerungsfreies Mittelwertfilter.
top     (2) Zielsetzung
Im ADµP™-Entwicklernetzwerk werden alle Aktivitäten zur Entwicklung und Applikation des Analog-Digital-Mikroprozessors als Familie monolithischer Schaltkreise zusammengefasst. Sie enthalten Schnittstellen zum Informationsaustausch zwischen den analogen und digitalen Welten. Sie werden in Komponenten und Geräten der Signalanalyse, Messwertgewinnung und -verarbeitung, Maschinen-, Fahrzeug- und Aggregatdiagnose, zur automatischen Spracherkennung und für andere Aufgaben eingesetzt. Anliegen des ADµP™-Entwicklernetzwerkes ist es, die Anwendung der Schaltkreise so weit wie möglich zu verbreitern und die Zeit bis zur Einführung so weit wie möglich zu verkürzen.
top     (3) Technische Spezifikation
Inhaltsverzeichnis:
1 Upgrades des Simplorer-Modells und deren Installationen
2 Zuordnung der Eingangsvariablen zu Abszisse und Ordinate 
3 Übersicht zu Teilmodellen und Zuordnung der Ausgangsvariablen

1    Upgrades des Simplorer-Modells und deren Installation 

1.1.    Testversion (SMT)

Die Testversion enthält Teile des Modells (siehe Übersicht). Die Teilmodelle sind bezüglich Speicherverbrauch und Rechenzeit nicht optimiert. Der Quellcode dieser Modelle ist verschlüsselt. Die Testversion wird für Voruntersuchungen zu typischen Anwendungen des ADµP empfohlen. Es wird erwartet, dass der Anwender in einer angemessenen Frist einen Erprobungsbericht anfertigt und dem ADµP-Entwicklernetzwerk zur Verfügung stellt. Er kann dazu das Formular für einen Erprobungsbericht verwenden. 

Eine Nutzung der Testversion für Aufgabenstellungen aus Forschung und Entwicklung, sowie für Dienstleistungen und zu Veröffentlichungen bedarf einer Genehmigung durch Dr.-Ing. Christian E. Jacob. Die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Ergebnissen, die mit der Simplorer-Modellbibliothek Testversion (SMT) gewonnen wurden, wird gewöhnlich unentgeltlich gewährt.

1.2.    Frei kopierbare Version (SMF)

Die frei kopierbare Version enthält Teile des Modells (siehe Übersicht). Die Teilmodelle sind bereits bezüglich Speicherverbrauch und Rechenzeit optimiert. Der Quellcode dieser Modelle ist verschlüsselt. Die freie Version wird für Voruntersuchungen zu typischen Anwendungen des ADµP empfohlen. Es wird erwartet, dass der Anwender in einer angemessenen Frist einen Erprobungsbericht anfertigt und dem ADµP-Entwicklernetzwerk zur Verfügung stellt. Er kann dazu das Formular für einen Erprobungsbericht verwenden. 

Eine Nutzung der freien Version für Aufgabenstellungen aus Forschung und Entwicklung, sowie für Dienstleistungen und zu Veröffentlichungen bedarf einer Genehmigung durch Dr.-Ing. Christian E. Jacob. Die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Ergebnissen, die mit der Simplorer-Modellbibliothek Testversion (SMF) gewonnen wurden, wird gewöhnlich unentgeltlich gewährt.

1.3.    Standardversion (SMS)

Die Standardversion enthält Teilmodelle und das vollständige Modell (Core) des  ADµP (siehe auch Übersicht). Die Nutzung wird mit  Dr.-Ing. Christian E. Jacob vereinbart . Der Quellcode der Modelle ist verschlüsselt. 

1.4.    Entwicklerversion (SMD)

Die Entwicklerversion enthält Teilmodelle und das vollständige Modell (Core) des  ADµP mit zusätzlichen Schnittstellen für das Debugging (siehe auch Übersicht). Die Nutzung und Weiterentwicklung erfolgt im Rahmen einer Partnerschaft mit  Dr.-Ing. Christian E. Jacob. Der Quellcode der Modelle ist normalerweise nicht verschlüsselt.  

1.5.    Downloads, Bestellung und Lieferung von Upgrades

Die Test- und frei kopierbaren Versionen können von der Download-Seite des ADµP-Entwicklernetzwerkes kopiert bzw. installiert werden. 

Upgrades auf die Standard- und Entwicklerversionen müssen über den Vertrieb bestellt werden. Verwenden Sie bitte insbesondere für das Upgrade auf die Standardversion das Formular Bestellung der Standardversion (SMS) der Simplorer-Modellbibliothek des ADµP.

1.6.    Hinweise zur Installation 

Das Modell des ADµP steht ab Simplorer-Version 4.2 zur Verfügung. 

Die Datei ADuP_CEJx.sml wird in das Verzeichnis  ..\SimplorerX\Lib, die Datei ADuP_CEJ.hlp-Datei  in das Verzeichnis  ..\SimplorerX\Help  und die Beispiele nach  ..\SimplorerX\Examples\ADuP  kopiert.

Danach wird die Bibliothek aus der Simplorer-Projektverwaltung (Commander) heraus über Programme Model Agent Datei Bibliothek einfügen  "ADuP_CEJx.sml-Datei" auswählen dem Programm Simplorer bekannt gemacht.

1.7.    Eingangsgrößen 

Der Analog-Digital-Mikroprozessor ADµP dient dem Analysieren, Filtern und Transformieren, sowie der Kennwertermittlung und Klassifizierung von Signalen. Er besitzt eine Ereignissteuerung zum Wechsel der Zustände und wird vorzugsweise zur Maschinen-, Fahrzeug- und Aggregatdiagnose, sowie zur Automatischen Spracherkennung eingesetzt.

Ausgehend von diesen Anwendungsschwerpunkten kann der ADµP nur Signale mit einer oder mehreren Wechselkomponenten verarbeiten. Wobei die dominierende Schwingung (Harmonische) im kontinuierlichen Eingangssignal c.y bzw. im diskreten Eingangssignal d.y den Wechsel der Zustände des ADµP bewirkt. Das bedeutet einerseits, wenn kein Signal mehr anliegt, bleibt der ADµP im zuletzt bearbeiteten Zustand stehen. Und andererseits, wenn das Signal wiederkommt wechselt er wieder seine Zustände.

Die Transformationskanäle (TC) h01 ... h99 müssen mit den Ordnungszahlen der Oberschwingungen, die zu transformieren sind, initialisiert werden. Soll ein nahezu vollständiges Spektrum ausgeben werden, gilt für die Eingabe die Reihe  h01 := 2, h02 := 3, ..., h99 := 100. Die Simplorer-Teilmodelle sind nur mit der für den jeweiligen Anwendungsfall notwendigen Anzahl an Transformationskanälen (TCs: Grundschwingung _1, erste Oberschwingung _h1, u.s.w.) ausgestattet. 

Zwei weitere Eingangsgrößen beeinflussen die Vorhersagewerte für Mittelwert und Periodendauer. Über die Eingangsvariablen kPdV.y_0 und kPdV.T können die Vorhersagewerte ausgehend von der übergeordneten Verarbeitung (Neuronales Netz) vergrößert (kPdV > 1) oder verkleinert (kPdV < 1) werden. Mit kPdV = 1 wird ausschließlich die interne Vorhersage des ADµP verwendet. 

Die  Zuordnung von Eingangsgrößen zu Ordinate und Abszisse wird nachfolgend beschrieben:


<Anfang>  <Kapitel 01>  <Kapitel 02>  <Kapitel 03>  <Kapitel 04>  <Kapitel 05>  <Ende>  

2    Zuordnung von Eingangsgrößen zu Ordinate und Abszisse 

Das Signal und deren Zeitbasis müssen in einem orthogonalen Koordinatensystem darstellbar sein. Der Verlauf des Signals c.y (kontinuierlich) bzw. d.y (diskret) wird der Ordinate und die Zeitbasis c.x (kontinuierlich) der Abszisse zugeordnet. 

Werden Strukturgrößen verarbeitet, muss eine sinnvolle Darstellung einer Strukturgröße (Ordinate) über einer anderen (Abszisse) gefunden werden. Prinzipiell kann jede vom Anwender in Simplorer eingegebene Variable zugeordnet werden. Allerdings ist hier zu überprüften, ob die Abszissenwerte monoton steigend sind und die Ordinatenwerte (in der gewählten Konstellation der Eingangsgrößen) mindestens einen Wechselanteil ausbilden!

Als Eingangsvariablen für die Abszisse kommen also die Simplorer-Systemvariablen t (Systemzeit) und h (Systemschrittweite) oder verwendete Strukturvariablen in Frage. In den Figuren 01 und 02 werden dazu nachfolgende Größen auf der Abszisse definiert:

c.x, t Kontinuierliche Abszissenwerte (letzter Schritt)
oc.x Alter kontinuierlicher Abszissenwert (vorletzter Schritt) 
c.Sx, c.Dx, h Kontinuierliche (nichtkonstante) Abszissenschritte

2.1.    Nutzung der Systemvariablen

Als Systemvariable für die Abszisse werden c.x (kontinuierlicher Abszissenwert) und c.Dx (nichtkonstanter kontinuierlicher Abszissenschritt) entsprechend Figur 1 verwendet.

Fig. 01: abscissa

2.1.1 Standardeingang (Makro-Kürzel: xD)

Als Systemvariable sind c.x (Abszissenwert) und c.Dx (Abszissenschritt) vorgeben. Beiden Größen müssen in Simplorer-Anwendungen mit

     c.x := t  (Systemzeit) und 

    c.Dx :=  h (Systemschrittweite)

belegt sein.

2.1.2 Simplorer-Eingang (Modell-Kürzel: ohne)

Es werden automatisch t  als Systemzeit und h als Systemschrittweite verwendet. Es müssen dazu keine Zuordnungen am Modellrand getroffen werden.

2.2.    Nutzung Strukturvariablen

Alle Simplorer-Strukturvariablen  können entsprechend Figur 2 als Abszissen-Variablen c.x  (Abszissenwert) verwendet werden. 

Fig. 02: abscissa

2.2.1 Absoluter Eingang (Modell-Kürzel: x)

Es wird nur die Strukturvariable

     c.x := Strukturvariable

als monoton steigender Wert übergeben. Die Schrittweite der Strukturvariablen c.Sx wird vom Modell selbst berechnet.

2.2.2 Relativer Eingang (Modell-Kürzel: xS)

Es wird nur die Schrittweite der Strukturvariablen

     c.Sx  :=  Schrittweite_Strukturvariable

als positiver Wert übergeben. Der Wert der Strukturvariablen c.x wird intern im Modell aufsummiert.


<Anfang>  <Kapitel 01>  <Kapitel 02>  <Kapitel 03>  <Kapitel 04>  <Kapitel 05>  <Ende>  

3    Teilmodelle und deren Ausgangsgrößen 

3.1    Modell- und Elementbezeichner

Das Modell des Analog-Digital-Mikroprozessors (ADµP) wird in einer Bibliothek von Teilmodellen angeboten. Nicht in jedem Fall wird der volle Funktionsumfang des ADµP für das jeweilige Simulationsmodell benötigt. Die Standard- und Entwicklerversionen enthalten natürlich das vollständige Modell (Core) des  ADµP.

Die gewählte Struktur der Bibliothek ermöglicht eine Weiterentwicklung des ADµP über einen längeren Zeitraum. Die Bibliothek lässt die globale Suche nach Elementen im Model Agent von Simplorer zu. Aus diesem Grund muss für jedes Teilmodell ein eindeutiger Modellbezeichner definiert werden. Er setzt sich aus folgenden Kürzeln zusammen:

k Beeinflussung der Vorhersagemodelle von außen
h^n Anzahl der Transformationskanäle (TC) in 2n
x, xD, xS Definition der Eingabe der Abszisse (s. Pkt. 2)  
c1y, d1y Kontinuierliche bzw. diskrete einkanalige Eingangsgröße
> Trennzeichen zwischen Ein- und Ausgangskürzeln
n Anzahl der Transformationskanäle (TC) in 2(n - 3)
cXX Kontinuierliche Ausgangsgröße(n)
dXX Diskrete Ausgangsgröße(n)
XXX Gemischte kontinuierliche und diskrete Ausgangsgröße(n)

Der Elementbezeichner lehnt sich an den Modellbezeichner an. Er kann nachträglich von jedem Anwender geändert werden. Ab Simplorer Version 5 können den ADµP-Elementen Ein- und Ausgangspins zugeordnet werden. Für eben diesen Fall sollte das Symbol vom Anwender  den persönlichen Belangen angepasst werden.   

3.2    Übersicht der Teilmodelle, Ein-, Ausgaben und Versionen 

Folgende Beispiele zur Nutzung der Simplorer-Bibliothek ADµP SMF stehen zum Downloaden bereit:

Spezifikation SMS.

Beispiel Element Ausgänge Bezeichnung Bemerkung Ver. Nr.
           
Ereignisse          
           
f1110 c1y1df d.f Frequency_I01 Frequenz der dominierenden Schwingung SMF 4.2.1
  bj.synch SynchSignal_I01 Synchronisiersignal (inverse)     
  e.stamp EventStamp_I01 Ereignisstempel    
  i.CA NumberOfSamples_I01 Anzahl aller Abtastungen    
  p.y PredictionPrecision_I01 Vorhersagegenauigkeit    
           
           
Filter            
           
f1121 c1y1cAV c.y_0 ContinuousMAV_I01 Kontinuierlich dargestellter Arithmetischer Mittelwert SMF 4.2.1
    c.y_y0 AlternatingComponent_I01 Kontinuierlicher dargestellter Wechselanteil    
  bj.synch SynchSignal_I01 Synchronisiersignal (inverse)     
  e.stamp EventStamp_I01 Ereignisstempel    
  i.CA NumberOfSamples_I01 Anzahl aller Abtastungen    
  p.y PredictionPrecision_I01 Vorhersagegenauigkeit    
           
           
Kenngrößen          
           
f1131 c1y1dRMS d.y_r RMS_Value_I01 Effektivwert SMF 4.2.1
  bj.synch SynchSignal_I01 Synchronisiersignal (inverse)     
  e.stamp EventStamp_I01 Ereignisstempel    
  i.CA NumberOfSamples_I01 Anzahl aller Abtastungen    
  p.y PredictionPrecision_I01 Vorhersagegenauigkeit    
           
f1132 c1y1dCQ d.y_r RMS_Value_I01 Effektivwert SMF 4.2.1
  d.y_ra RMS_AC_Part_I01 Effektivwert Wechselanteil    
  d.y_KF FormFactor_I01 Formfaktor    
  d.y_rg HarmonicContent_I01 Schwingungsgehalt    
  d.y_rw Ripple_I01 Welligkeit (Effektivwertwelligkeit)    
  d.y_mnw RippleFactor_I01 Riffelfaktor/Spitzenwertwelligkeit    
  bj.synch SynchSignal_I01 Synchronisiersignal (inverse)     
  e.stamp EventStamp_I01 Ereignisstempel    
  i.CA NumberOfSamples_I01 Anzahl aller Abtastungen    
  p.y PredictionPrecision_I01 Vorhersagegenauigkeit    
           
f1233 c1y2dCQ1 d.f Frequency_I01 Frequenz der dominierenden Schwingung SMF 4.2.1
  d.y_ra RMS_AC_Part_I01 Effektivwert Wechselanteil    
  d.y_1c FuWaRMS_Value_I01 Effektivwert der Grundschwingung    
  d.y_1g FuWaContent_I01 Grundschwingungsgehalt    
  d.y_1w RippleAC_I01 Welligkeit der Wechselgröße    
  d.y_1k DistortionFactor_I01 Oberschwingungsgehalt/Klirrfaktor